Brushlettering lernen: Anleitung und Tipps für Einsteiger
Du siehst diese traumhaft schönen Letterings auf Instagram und denkst: „Das könnte ich niemals!“?
Ich kann dich beruhigen – genau das dachte ich auch, aber es stimmt nicht. Brushlettering kann jeder lernen.
Du brauchst kein Talent – du musst nur die richtigen Technik kennen.
Brushlettering ist wie Fahrradfahren lernen. Am Anfang fühlst du dich wackelig und unsicher. Doch mit jedem Strich, den du übst, wird deine Hand ruhiger. Mit jeder Kurve werden deine Buchstaben schöner.
In diesem Artikel zeige ich dir:
• Wie du als kompletter Anfänger startest
• Welche Materialien du wirklich brauchst (Spoiler: weniger als du denkst!)
• Die wichtigsten Grundstriche, die alles verändern
• Meine besten Tipps für schnelle Erfolge
• Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
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Was ist Brushlettering?
Bevor wir loslegen, lass uns kurz klären, was hinter dem Begriff steckt. Im Grunde ist Brushlettering eine besondere Art des Handletterings. Der entscheidende Unterschied liegt im Werkzeug: Du benutzt einen „Brush Pen“, also einen Stift mit einer flexiblen Pinselspitze. Mit dieser Spitze kannst du durch mehr oder weniger Druck unterschiedlich dicke Linien erzeugen.
Jetzt kommt ein wichtiger Punkt: Beim Brushlettering schreibst du nicht, du zeichnest oder malst die Buchstaben. Vergiss deine „normale“ Handschrift. Hier nimmst du dir Zeit und ziehst jeden Strich ganz bewusst und langsam.
Typisch beim Brushlettering ist der tolle Kontrast zwischen dicken und dünnen Linien. Die Regel dahinter ist einfach:
- Abstriche (Linien, die du von oben nach unten ziehst) werden mit viel Druck gemalt und sind dadurch dick.
- Aufstriche (Linien, die du von unten nach oben ziehst) werden mit wenig Druck gemalt und sind dadurch dünn.
Brushlettering wird oft auch als eine moderne Form der Kalligrafie bezeichnet.
Während die klassische Kalligrafie feste Regeln folgt und das Ziel hat, Wörter in einem fließenden Zug perfekt zu schreiben, ist das Handlettering (und somit auch das Brushlettering) viel freier.
Beim Handlettering geht es um die Komposition, das Layout und die kreative Gestaltung von Buchstaben. Korrekturen und das Zusammensetzen aus einzelnen Elementen sind absolut normal und erwünscht. Um Verwirrung zu vermeiden: Typografie ist wiederum etwas anderes – sie befasst sich mit der Gestaltung von gedruckten oder digitalen Schriften, also dem Setzen von Buchstaben am Computer oder in Druckverfahren.
Mehr lesen:
Die richtige Ausstattung: Stifte und Papier
Der Brush Pen
Der Markt für Brush Pens ist riesig, aber für den Anfang gibt es eine klare Empfehlung: Starte mit einem Stift, der eine eher kleine und feste Spitze hat.
Warum? Weil du damit viel mehr Kontrolle hast. Die Bewegungen sind weniger ausladend, und du bekommst schneller ein Gefühl für den nötigen Druck. Außerdem sind diese Stifte oft robuster und verzeihen anfängliche Unsicherheiten.
Hier sind meine persönlichen Favoriten, die sich für Anfänger bewährt haben:
Das richtige Papier
Hier gibt es nur eine goldene Regel:
Benutze immer superglattes Papier!
Das ist der Punkt, an dem die meisten Anfänger unwissentlich den größten Fehler machen. Normales Drucker- oder Kopierpapier ist für die empfindlichen Faserspitzen deiner Brush Pens wie Schmirgelpapier.
Hier sind die besten Papiersorten für jeden Zweck:
Grundtechniken des Brushletterings
So, jetzt geht’s an die Praxis! Wir zerlegen die Bewegung des Letterns in kleine, verständliche Schritte. Denk dran: Langsamkeit ist dein Freund!
Die richtige Stifthaltung
Vergiss, wie du normalerweise einen Stift hältst. Beim Brushlettering ist der Winkel entscheidend.
Der Grund für diese spezielle Haltung ist rein physikalisch. Die Fasern der Pinselspitze sind so konzipiert, dass sie bei einer „ziehenden“ Bewegung (wie bei einem dicken Abstrich) sanft über das Papier gleiten.
Hältst du den Stift zu steil, zwingst du ihn bei Aufstrichen und Rundungen in eine „schiebende“ Bewegung. Dabei drückst du die Fasern gegen ihre natürliche Richtung, was sie knickt und zum Ausfransen führt. Eine flache Haltung ist also aktive Pflege für deine Stifte!
Die Druckkontrolle
Das mußt du üben, bis es in dein Muskelgedächtnis übergegangen ist:
Strich nach unten = viel Druck = dicker Strich
Strich nach oben = wenig Druck = dünner Strich

Trau dich, bei den Abstrichen wirklich fest aufzudrücken! Die Stifte sind dafür gemacht. Du wirst spüren, wie sich die Spitze biegt und eine satte, breite Linie auf dem Papier hinterlässt. Es darf dabei sogar ein bisschen quietschen – das ist ein gutes Zeichen! Bei den Aufstrichen hingegen versuchst du, den Stift fast nur mit der allervordersten Spitze über das Papier schweben zu lassen.
Aufwärmübungen
Bevor du auch nur an den ersten Buchstaben denkst, solltest du dein Handgelenk und deine Finger aufwärmen und das Muskelgedächtnis trainieren. Diese Grundübungen, auch „Drills“ genannt, sind die Bausteine, aus denen später jeder Buchstabe zusammengesetzt wird.
Nimm dir für jede Übung ein paar Minuten Zeit und konzentriere dich auf Gleichmäßigkeit, nicht auf Geschwindigkeit.
Auf- und Abstriche: Zeichne eine ganze Reihe paralleler, dünner Aufstriche. Daneben eine ganze Reihe paralleler, dicker Abstriche. Dann wechsle ab: dünn hoch, dick runter, dünn hoch, dick runter.
2. Zick-Zack-Linien: Verbinde die Auf- und Abstriche zu einer fließenden Zick-Zack-Bewegung. Hier übst du den direkten Übergang von viel zu wenig Druck und umgekehrt.
3. Unter- und Oberbögen: Zeichne eine Reihe von „U“-Formen (dick runter, sanft in der Kurve den Druck lösen, dünn hoch). Danach eine Reihe von „n“-Formen (dünn hoch, sanft in der Kurve Druck aufbauen, dick runter). Der Übergang am Scheitelpunkt der Kurve ist die größte Herausforderung und braucht Übung.

4. Wellen: Verbinde die Ober- und Unterbögen zu einer endlosen Welle. Das ist eine fantastische Übung für den Rhythmus.

5. Ovale: Zeichne langsame, kontrollierte Ovale. Beginne oben mit einem dünnen Strich, baue auf der linken Seite Druck auf (dick) und löse ihn auf der rechten Seite wieder (dünn). Das ist eine der wichtigsten, aber auch schwierigsten Grundformen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Erste Buchstaben und Wörter
Buchstaben aus Grundformen bauen
Jetzt wird’s richtig spannend! Wir bauen aus den Grundformen, die du gerade geübt hast, unsere ersten Buchstaben.
Das Geheimnis schöner Buchstaben liegt im Baukastenprinzip. Jeder Buchstabe ist nichts anderes als eine Kombination der Grundformen, die du gerade geübt hast.
- Ein kleines ‚a‘ besteht aus einem Oval und einem kurzen Abstrich (Unterbogen).
- Ein kleines ‚d‘ besteht aus einem Oval und einem langen Abstrich.
- Ein kleines ‚m‘ besteht aus einem kurzen Abstrich und zwei Oberbögen.
Erkennst du das System? Wenn du die Grundformen beherrschst, kannst du jeden Buchstaben des Alphabets konstruieren.
Um dir den Start zu erleichtern, gibt es online unzählige kostenlose Übungsblätter, auf denen du die Alphabete nachzeichnen und verinnerlichen kannst.
Die Kunst des Verbindens
Einzelne Buchstaben zu lettern ist eine Sache. Sie zu einem harmonischen Wort zu verbinden, ist die nächste Stufe.
Und auch hier gibt es ein einfaches System. Es ist eine Art vorausschauendes Denken: Du musst immer schon wissen welcher Buchstabe als Nächstes kommt, um den Verbindungsstrich korrekt zu zeichnen.
Grundsätzlich gilt: Der Verbindungsstrich ist immer ein dünner Aufstrich, wird also mit ganz wenig Druck gemalt.
- Regel 1 – Verbindung zu einem „geraden“ Buchstaben: Wenn der nächste Buchstabe mit einem geraden Strich beginnt (wie l, i, t, h, m, n, k), ziehst du den Verbindungsstrich hoch bis zur Mittellinie(die gedachte obere Linie für Kleinbuchstaben wie ‚x‘ oder ‚a‘).
- Regel 2 – Verbindung zu einem „ovalen“ Buchstaben: Wenn der nächste Buchstabe ein Oval ist oder mit einer Rundung beginnt (wie a, o, c, d, g, q), ziehst du den Verbindungsstrich nur kurz, etwa bis zur halben Buchstabenhöhe. Er schmiegt sich dann elegant an die Rundung des folgenden Buchstabens an. Würdest du ihn ganz hochziehen, würde er wie eine unschöne Antenne über dem Oval stehen.
Nach jedem Verbindungsstrich kannst und solltest du den Stift kurz absetzen. Das gibt dir einen Moment, um die Position deines Handgelenks zu korrigieren und dich auf den nächsten Buchstaben zu konzentrieren.
Dein erstes Wort: „Hallo“
Lass uns dieses System an einem Beispiel durchgehen. Wir lettern das Wort „Hallo“.
- h: Du letterst das ‚h‘. Der letzte Strich ist ein Oberbogen.
- Verbindung zum ‚a‘: Das ‚a‘ ist ein ovaler Buchstabe. Also wendest du Regel 2 an: Du ziehst vom Ende des ‚h‘ einen kurzen, dünnen Verbindungsstrich nur bis zur halben Höhe.
- a: Du setzt neu an und zeichnest das ‚a‘ so, dass es den Verbindungsstrich berührt.
- Verbindung zum ‚l‘: Das ‚l‘ ist ein gerader Buchstabe. Also wendest du Regel 1 an: Du ziehst vom Ende des ‚a‘ einen langen, dünnen Verbindungsstrich bis ganz hoch zur Mittellinie.
- l: Du zeichnest das ‚l‘.
- Verbindung zum zweiten ‚l‘: Wieder ein gerader Buchstabe. Also wieder Regel 1: langer, dünner Verbindungsstrich nach oben.
- l: Du zeichnest das zweite ‚l‘.
- Verbindung zum ‚o‘: Das ‚o‘ ist ein ovaler Buchstabe. Also wieder Regel 2: kurzer, dünner Verbindungsstrich bis zur halben Höhe.
- o: Du zeichnest das ‚o‘.
Fertig! Es muss nicht perfekt sein. Wichtig ist, dass du das System verstanden und angewendet hast. Mit jedem Wort wird es dir leichter fallen.
Du möchtest tiefer in die Welt des Brushletterings eintauchen? Dann schau dir unbedingt dieses Buch von Chris Campe an!
- – Auf der Longlist der „Schönsten Bücher 2019“ der Stiftung Buchkunst -Schritt für Schritt vom ersten Strich zur eigenen ausdrucksvollen SchriftAusführliche Material-Tipps, viele Beispielwörter und Alphabete sowie gezielte ÜbungenIndividuelle Schrift entwickeln, Schnörkel richtig zeichnen, Layouts planvoll aus dem Textinhalt herleiten und gestaltenChris Campe gibt Ihnen in diesem Buch eine fundierte und praxisnahe Einführung ins Brush Lettering
- Dabei geht es nicht darum, einfach hübsche Beispiele nachzuzeichnen
- Stattdessen lernen Sie ganz systematisch und Strich für Strich, wie Sie mit dem Brushpen schöne Buchstaben zeichnen können, und erfahren anschaulich, worauf es bei der freien Variation von Schrift und gelungenen Lettering-Kompositionen ankommt
- Die vielen Beispiel-Alphabete im Buch regen dazu an, Neues auszuprobieren und einen eigenen Stil zu entwickeln
- Darüber hinaus behandelt Chris Campe alle Themen, die Sie brauchen, um nicht nur schöne Schrift, sondern auch gekonnte Layouts zu gestalten:Wertvolles Fachwissen zur Seitengestaltung für überzeugende Kompositionen und ausdrucksstarkes LetteringEntwürfe mit Schnörkeln und Schmuckelementen aufwerten und mit Effekten wie Schatten visuelle Akzente setzenFarben optimal kombinieren und ihre Wirkung bewusst nutzenAnfängern bietet dieses Buch einen leichten und fundierten Einstieg, Fortgeschrittene perfektionieren mit kreativem Input und vielen Tipps ihr Können
Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
Jeder fängt mal an, und jeder macht am Anfang die gleichen Fehler. Das ist völlig normal! Sieh diesen Abschnitt als deine persönliche Abkürzung, um die häufigsten Stolpersteine zu umgehen und Frust zu vermeiden.
- Fehler 1: Du bist zu schnell.
- Das Problem: Du verfällst in deine gewohnte Schreibgeschwindigkeit. Deine Striche werden zittrig, die Übergänge unsauber und du hast keine Kontrolle über den Druck.
- Die Lösung: Zeichne langsamer. Und wenn du denkst, du bist schon langsam, werde noch langsamer. Betrachte jeden einzelnen Strich als eine bewusste, langsame Bewegung.
- Fehler 2: Deine Striche sind uneinheitlich.
- Das Problem: Deine dicken Abstriche haben unterschiedliche Breiten, die Buchstaben tanzen in der Höhe und neigen sich in alle Richtungen. Das Gesamtbild wirkt unruhig.
- Die Lösung: Nutze Hilfslinien! Zeichne dir mit Bleistift und Lineal Hilfslinien auf das Papier oder nutze ein Punkteraster (wie beim Rhodia Pad), das wirkt Wunder. Konzentriere dich darauf, lieber zehn identische Linien zu malen, nicht hundert verschiedene.
- Fehler 3: Deine Buchstaben haben keinen Platz zum Atmen.
- Das Problem: Deine Verbindungsstriche sind zu kurz, die Buchstaben kleben aneinander und das Wort wirkt gequetscht und unleserlich.
- Die Lösung: Sei großzügig mit dem Platz! Ziehe die Verbindungsstriche bewusst etwas länger. Gib jedem Buchstaben seinen eigenen Raum, den sogenannten Weißraum. Ein Buchstabe muss atmen können, um zu wirken.
- Fehler 4: Du verwendest das falsche Material.
- Das Problem: Du nutzt raues Kopierpapier und wunderst dich, warum deine Stifte ausfransen und du keine dünnen Linien mehr ziehen kannst.
- Die Lösung: Wie schon im oberen Abschnitt erwähnt: Für Brushpens ist gutes, glattes Papier enorm wichtig und schont deinen Geldbeutel auf lange Sicht, weil deine Stifte viel länger halten.
- Fehler 5: Du vergleichst dich mit Profis und gibst auf.
- Das Problem: Du scrollst durch Instagram, siehst makellose Letterings und fühlst dich entmutigt, weil deine eigenen Versuche nicht so aussehen. Ertappt?
- Die Lösung: Bitte sei nachsichtig mit dir. Auf Instagram siehst du meist das polierte Endergebnis, nicht die hundert Versuche davor. Deine kleinen Unregelmäßigkeiten sind der Charme, der dein Werk einzigartig macht. Feiere deine Fortschritte!
Praktische Übungstipps für den Alltag
Der Schlüssel, um im Handlettering besser zu werden, ist Regelmäßigkeit. Aber keine Sorge, du musst dir nicht jeden Tag eine Stunde freischaufeln. Viel effektiver ist es, das Bruhlettering in deinen Alltag zu integrieren, sodass es zu einer schönen Gewohnheit statt zu einer weiteren Aufgabe wird.
Die 10-Minuten-Regel: Nimm dir lieber jeden Tag 10 Minuten Zeit als einmal pro Woche eine Stunde. Diese kurzen, regelmäßigen Einheiten trainieren dein Muskelgedächtnis viel nachhaltiger. Selbst wenn du nur ein einziges Wort am Tag letterst, ist das ein riesiger Erfolg und hält dich im Fluss.
Kreative Alltags-Momente: Halte die Augen offen nach kleinen Gelegenheiten, deine neue Fähigkeit anzuwenden. So wird das Üben praktisch und macht sofort Freude:
Inspiration: Ideen für eigene Projekte
Du hast die Grundlagen geübt und möchtest nun etwas eigenes erschaffen? Perfekt! Hier sind einige Ideen, dir zeigen, was mit Handlettering alles möglich ist.
Auf Papier
Beginne mit eigenen Projekten auf dem glatten Papier, das du bereits kennst. So kannst du dich voll auf die Gestaltung konzentrieren.
- Grußkarten: Das ist der Klassiker schlechthin. Gestalte eine Geburtstagskarte mit einem einfachen „Happy Birthday“ oder dem Namen des Geburtstagskindes. Du kannst dein Lettering mit simplen Aquarell-Elementen wie einem Farbklecks im Hintergrund, kleinen Herzen oder Luftballons kombinieren.
- Lesezeichen: Ein schmaler Streifen dickes Papier (ca. 5 x 15 cm) ist perfekt für ein schönes Wort, ein einfaches Muster oder den Namen deines Lieblingsautors.
- Ein gerahmter Spruch: Wähle ein kurzes, motivierendes Zitat, das dir etwas bedeutet. Lettere es auf ein schönes Blatt Papier (z. B. DIN A5) und rahme es für deinen Schreibtisch oder als Geschenk. Kurze Sprüche wie „Einfach machen“ sind ideal für den Anfang.
Wenn du mehr entdecken willst (Der kreative Ausblick)
- Neue Techniken entdecken:
- Faux Calligraphy (Falsche Kalligrafie): Du hast gerade keinen Brush Pen zur Hand? Kein Problem! Mit dieser Technik kannst du den Brushlettering-Look mit jedem beliebigen Stift (Fineliner, Kugelschreiber) imitieren. Schreibe das Wort einfach in deiner schönsten Schreibschrift und verdicke dann manuell alle Abstriche (die kennst du ja jetzt ), indem du eine zweite Linie daneben zeichnest und den Zwischenraum ausmalst.
- Bounce Lettering (für Fortgeschrittene): Bringe deine Buchstaben zum Tanzen! Bei dieser Technik brichst du bewusst mit der geraden Grundlinie und lässt die Buchstaben auf und ab hüpfen. Das verleiht deinem Schriftzug eine wunderbar lockere, dynamische und verspielte Optik.
Wenn du dich auf Papier sicher fühlst, öffnet sich eine ganze Welt an neuen Möglichkeiten.
- Neue Untergründe: Du muss dich nicht auf Papier beschränkt bleiben. Mit den richtigen Stiften (oft sind hier Lackmarker oder spezielle Porzellan- und Glasmalstifte nötig) kannst du fast alles verschönern:
- Naturmaterialien: Bemalte Steine sind wunderschöne kleine Glücksbringer. Auch Holzscheiben oder kleine Holzschilder lassen sich fantastisch belettern.
- Keramik und Glas: Gestalte deine eigene Lieblingstasse, ein Vorratsglas oder einen Teller mit einem persönlichen Spruch.
- Saisonale Dekoration: Zu Weihnachten kannst du Christbaumkugeln beschriften, zu Ostern Eier, und im Herbst sogar Kürbisse oder Kastanien.
Diese Projekte halten das Hobby lebendig und fordern dich immer wieder auf neue, spannende Weise heraus.
Der wichtigste Tipp zum Schluss
Es geht nicht um Perfektion, sondern um den Prozess. Um die Minuten, in denen du nur bei dir, deinem Stift und dem Papier bist. Um den Stolz, wenn du ein selbstgemachtes Werk in den Händen hältst, das es so nur ein Mal gibt.
Du hast jetzt alles, was du für den Start brauchst.
Fang einfach an und hab Spaß dabei!








